Bone Strain Relief (BSR)
Ein neues Therapiekonzept für chronische Schmerzen im Bewegungsapparat
Entwickelt von Dr. med. Hartwig Liedtke, Osteopath D.O., Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, Köln
dr.liedtke@koeln.de | www.osteopathie.koeln
Der Knochen im Fokus der
osteopathischen Behandlung

Das Problem – eine übersehene Schmerzursache
Die moderne Schmerztherapie konzentriert sich fast ausschließlich auf Weichteile (Faszien, Sehnen, Bänder, Muskeln) und Gelenke. Ein entscheidender Faktor bleibt dabei systematisch unberücksichtigt: der Knochen selbst.
Knochen ist kein starres Gewebe, sondern ein biomineralisiertes, in engen Grenzen elastisches Material – zusammengesetzt aus einer Kollagen-Typ-I-Matrix (ca. 30 %) und Hydroxylapatit-Kristallen (ca. 45%). Nach Traumata, Stürzen, chronischer Überlastung oder Torsionen kann die Knochenmatrix eine residuale Mikroverformung (ossäre Läsion, „Bone Strain“) behalten, aus der eine pathologische innere Spannung resultiert.
Da Faszien, Sehnen und Bänder aus nahezu nicht dehnbarem Kollagen Typ I bestehen (zum Vergleich: eine 1%ige Dehnung der Fascia lata erfordert ~9.000 N, also knapp einer Tonne), überträgt sich diese Knochenspannung unmittelbar auf alle angrenzenden Strukturen. Die Folge sind chronische, oft therapieresistente Schmerzen – häufig weit entfernt vom eigentlichen Ursprungsort (Kompensationskaskade bis zum sog. Locus minoris resistentiae).
Ohne therapeutische Intervention von außen ist eine Selbstkorrektur des Knochens kaum möglich, da die Selbstheilungskräfte des ossären Systems im Gegensatz zu Weichteilen sehr begrenzt sind.

Handanlage zur Beseitigung chronischer Spannungen im Beckenring zur Therapie eines Pirifomis-Syndroms
Das Verfahren – Bone Strain Relief Technik
BSR ist eine nicht-invasive, manuelle Behandlungsmethode, bei der durch ultrakurze Impulse von nur 1–3 Sekunden Dauer gezielt Fehlspannungen in der Knochenmatrix korrigiert werden. Der betroffene Knochen wird in seine spannungsfreie, anatomisch-neutrale Position zurückgeführt.
Das therapeutische Vorgehen folgt streng der Anatomie: Auf Basis der Anamnese (insbesondere früherer Traumata) wird das ursprüngliche Verletzungsgeschehen analysiert und mittels BSR-Technik annäherungsweise gespiegelt und rückgängig gemacht. Die Methode nutzt dabei den piezoelektrischen Effekt des Knochens als Diagnose- und Therapieprinzip: Pathologisch verspannte Knochen weisen eine erhöhte Steifigkeit sowie eine messbare elektrische Spannung auf, die nach erfolgreicher Behandlung verschwindet.

Bone Strain Relief am oberen Thorax-Ring zur Behandlung von Beschwerden im Brustbereich, den Schultern, dem Nacken und der Brustwirbelsäule
Klinische Ergebnisse
- Die zuvor starre Knochenstruktur wird wieder elastisch und federnd.
- Schmerzhafte Zug-, Druck- und Scherkräfte auf Faszien, Sehnen, Bänder und Gelenke reduzieren sich deutlich – oft bereits in der ersten Behandlungssitzung.
- Das Verfahren ist kausal, nicht symptomatisch, und folgt einer klaren biomechanischen Logik.
Indikationen (kleine Auswahl)
- Lumboischialgie, HWS-Syndrom, BWS-Syndrom, Coccygodynie
- Coxalgie, Bursitis trochanterica, Piriformis-Syndrom
- Knieschmerzen, Achillodynie, Fersensporn, Plantarfasziitis, Morton-Metatarsalgie
- Schulter-Impingement, Frozen Shoulder, Kalkschulter, Schulter-Arm-Syndrom
- Tennisarm, Golfer-Ellenbogen, Handgelenk-Schmerzen, Rhizarthrose
- Thorax-Beschwerden, Post Covid
Kontraindikationen
- Frische Frakturen und Luxationen
- Frische Verletzungen
- Strukturelle Schäden (Sehnenabrisse, fortgeschrittene Arthrose, neurologische Ausfälle)
- Infektionen

Dreittägiger Masterkurs in der
Still Academy in Mühlheim an der Ruhr
Ausbildung & Kurs
Das Verfahren kann von Therapeut*innen, Osteopath*innen und Ärzt*innen erlernt werden.
Der nächste Masterkurs findet am 19.–21. Juni 2026 statt:
Bone Strain Relief – Der Knochen im Fokus der osteopathischen Behandlung
Kursbeginn: 19.06.2026 - Kursende: 21.06.2026, 3 Kurstage
Kurszeiten: Freitag und Samstag: 9 bis 18 Uhr, Sonntag: 9 bis 16 Uhr
Ort: Osteopathie Schule Deutschland - OSD Hamburg, Weidestr. 118c, 22083 Hamburg
Dozent: Dr. med. Hartwig Liedtke
Dieser Ansatz ist in seiner spezifischen Kombination weltweit einzigartig.
Es gibt durchaus verwandte Konzepte, aber keines deckt das ab, was die BSR-Technik in dieser Form leistet:
Verwandte Techniken — mit entscheidenden Unterschieden:
Strain-Counterstrain (Lawrence Jones, 1950er Jahre) ist die am nächsten verwandte Technik. Sie adressiert ebenfalls „Strains" im Gewebe und arbeitet mit Tender Points. Der grundlegende Unterschied: Jones arbeitet indirekt und passiv — der Patient wird in eine Komfortposition gebracht und wartet auf spontane Entspannung. BSR hingegen arbeitet direkt am Knochen selbst mit aktiven, ultrakurzen Impulsen (1–3 Sekunden).
Matrix Repatterning (Greg Russ) beschäftigt sich tatsächlich mit pathologischen Spannungen im Knochen nach Trauma und erkennt ähnlich wie BSR den Knochen als primären Ort der Störung. Es wird jedoch mit bio-elektrischer Stimulation gearbeitet, nicht mit manuellen Impulsen.
HVLA (High Velocity Low Amplitude) der Osteopathie und Chirotherapie arbeitet zwar mit kurzen Impulsen, zielt aber auf Gelenke und deren Bewegungsbarrieren ab — nicht auf die Knochenmatrix selbst.
Was BSR wirklich einzigartig macht:
Aus der Recherche ergibt sich, dass kein bekanntes Verfahren diese drei Elemente gleichzeitig vereint:
- Den Knochen selbst — nicht das Gelenk, nicht die Faszie — als primären Therapieort
- Die gezielte Korrektur von Mikroverformungen der Knochenmatrix (ossärer Strain)
- Ultrakurze, direkte manuelle Impulse von 1–3 Sekunden zur Spannungsbefreiung
Die wissenschaftliche Grundlage, — Kollagen Typ I, Biomineralisierung, Piezoelektrizität, Elastohydrodynamik — ist zwar in der Literatur bekannt, wird aber bislang nirgendwo zu diesem therapeutischen Ansatz zusammengeführt.
Bone-Strain-Relief ist nicht nur eine neue Technik, sondern ein neues Denkmodell, das den Knochen als aktiven therapeutischen Angriffspunkt ins Zentrum rückt.
Bone Strain Relief (BSR)
A Novel Treatment Concept for Chronic and Therapy-Resistant Pain of the Musculoskeletal System
Developed by Dr. med. Hartwig Liedtke, Osteopath D.O., Specialist in Surgery and Trauma Surgery, Cologne
dr.liedtke@koeln.de | www.osteopathie.koeln
The Problem – An Overlooked Cause of Pain
Modern pain therapy focuses almost exclusively on soft tissues (fascia, tendons, ligaments, muscles) and joints. One decisive factor consistently goes unnoticed: the bone itself.
Bone is not a rigid tissue but a biomineralized material that is elastic within narrow limits – composed of a type I collagen matrix (approx. 30%) and hydroxyapatite crystals (approx. 45%). Following trauma, falls, chronic overloading, or torsional forces, the bone matrix may retain a residual microdeformation (osseous lesion, “Bone Strain”), resulting in pathological internal tension.
Since fascia, tendons, and ligaments consist of virtually inextensible type I collagen (for comparison: stretching the iliotibial tract by just 1% requires approximately 9,000 N of force), this bone tension is transmitted directly to all adjacent structures. The result is chronic, often therapy-resistant pain – frequently at a site far from the original source (compensation cascade up to the so-called locus minoris resistentiae).
Without external therapeutic intervention, self-correction of the bone is barely possible, as the self-healing capacity of the osseous system is very limited compared to soft tissue.
The Method – Bone Strain Relief Technique
BSR is a non-invasive, manual treatment method in which micro-tensions within the bone matrix are specifically corrected through ultra-short impulses of only 1–3 seconds duration. The affected bone is guided back into its tension-free, anatomically neutral position.
The therapeutic approach follows anatomy strictly: based on the patient’s history (particularly prior trauma), the original injury event is analysed and approximately mirrored and reversed using the BSR technique. The method utilises the piezoelectric effect of bone as both a diagnostic and therapeutic principle: pathologically tense bones exhibit increased stiffness and a measurable electrical tension, both of which disappear after successful treatment.
Clinical Results
- The previously rigid bone structure regains elasticity and resilience.
- Painful tensile, compressive, and shear forces on fascia, tendons, ligaments, and joints are significantly reduced – often already in the first treatment session.
- The method is causal, not symptomatic, and follows a clear biomechanical logic.
Indications (small Selection)
- Lumbar/sciatic pain, cervical spine syndrome, thoracic spine syndrome, coccygodynia
- Hip pain (coxalgia), trochanteric bursitis, piriformis syndrome
- Knee pain, Achilles tendinopathy, heel spur, plantar fasciitis, Morton’s metatarsalgia
- Shoulder impingement, frozen shoulder, calcific tendinitis, shoulder-arm syndrome
- Tennis elbow, golfer’s elbow, wrist pain, rhizarthrosis
- Thoracic complaints, post-COVID syndrome
Contraindications
- Fresh fractures and dislocations
- Acute injuries
- Structural damage (tendon ruptures, advanced osteoarthritis, neurological deficits)
- Infections
Training & Course
The method can be learned by therapists, osteopaths, and physicians.
The next Master Course will take place on 19–21 June 2026:
Bone Strain Relief – Der Knochen im Fokus der osteopathischen Behandlung
Kursbeginn: 19.06.2026 - Kursende: 21.06.2026, 3 Kurstage
Kurszeiten: Freitag und Samstag: 9 bis 18 Uhr, Sonntag: 9 bis 16 Uhr
Ort: Osteopathie Schule Deutschland - OSD Hamburg, Weidestr. 118c, 22083 Hamburg
Dozent: Dr. med. Hartwig Liedtke